43, 44, 27 – was sich so liest wie das wöchentliche Finale der Ziehung der Lottozahlen, ist tatsächlich die Teilnehmerzahl der Vereinsmeisterschaften der letzten 3 Jahre und verdeutlicht, dass in diesem Jahr in unserem Klub die “Verletzungsseuche” grassiert. Auch wenn der Termin diesmal notgedrungen auf das vollgepackte Nikolauswochenende fiel, so ist der Rückgang von einem Drittel der letztjährigen Teilnehmerzahl doch irritierend, aber Dauergäste der letzten VM’s, wie z.B. Bodo, Schliebi, Brien oder Gino wären wohl auch 2 Wochen später nicht aktiv gewesen – wir altern halt vor uns hin.
Nur logisch, dass aus dieser Teilnehmerzahl kein eigenes Jugend- oder gar Damenfeld erwachsen konnte: Der verbliebene einzige (!) Jugendliche Kenny sowie die beiden teilnehmenden Damen Cordula und Elke, wurden einfach in’s Hauptfeld integriert, das geht dann irgendwie auch.
Damit aber genug des Wehklagens, denn nicht verschwiegen werden darf, dass bis auf unseren unabkömmlichen Finanzwart, das sportliche “who is who” des Vereins anwesend und somit auch viel Qualität im Court unterwegs war und sicherlich auch ein würdiger Vereinsmeister gefunden wurde. Dazu später mehr.
Bei 27 Teilnehmern setzte die Turnierleitung auf das bewährte 32-Feld-System, das somit für alle Sieger der Vorrunde 5 Spiele bis zur Feststellung der endgültigen Platzierung vorsieht. Der Rest darf/muss dann halt nur viermal ran, was für den diesmal wg. anschließender Latino-Party eng gestecktem Zeitraum auch ausreichen sollte.
In der 1.Runde wurde somit zunächst einmal die Spreu vom Weizen getrennt und ohne jegliche Überraschung die Felder Top16 und Top 17-27 herausgebildet.
In Letzterem behauptete sich schließlich York als Trostrundensieger, während sich Kenny und Elke durch ihre Teilnahme VM-Jugend und VM-Damen nennen dürfen – in der Endplatzierung belegten die Beiden die Plätze 26 und 20.
Nun aber zu den Top 16: Im Achtelfinale hätte es wie in der Runde zuvor beinahe nur Favoritensiege gegeben, doch eben nur beinahe, denn Norman schaffte mit einem klaren 3:1 Sieg über Matthis doch eine mittelprächtige Überraschung. Somit war Matthis auch Favorit auf Platz 9 und den Supertrostrundensieg und diesen “kleinen” Meistertitel durfte er dann nach weiteren Siegen über Michael (3:2), ChristianH (3:0) und Felix (3:1) auch tatsächlich am Ende des Tages sein Eigen nennen – immerhin!
Im Viertelfinale kam es nun zu den ersten Setzlisten-bedingten “Kracherspielen”: Die Duelle von Mücke gegen Ralf und Sportwart gegen Jugendwart hielten an Spannung was sie versprachen und nur mit hauchdünnen 5-Satz-Siegen und jeweils 11:9 im Entscheidungssatz setzten sich die höher gesetzten Mücke und Klaus durch. Allerdings nicht folgenlos, wie der weitere Turnierverlauf zeigen sollte. In den weiteren Viertelfinals gaben sich Lorant (3:1 gegen Stefan) und auch Niklas (3:1 gegen Norman) keine Blösse.
Um Platz 5 wurde dann nicht mehr ganz so hart gefightet, wenngleich Stefan gegen Rainer nicht verlieren wollte (2:3). Ralf setzte sich sicher gegen Norman durch, doch das Platz5-Finale war ihm dann doch nicht reizvoll genug, Rainer wurde somit kampflos guter Turnierfünfter.
Im Halbfinale machte sich derweil der Kräfteverschleiss von Mücke und Klaus nach ihren harten Viertelfinalsiegen bemerkbar. Mücke gewann gegen Niklas immerhin noch den ersten Satz, doch danach diktierte der 20 Jahre jüngere Titelverteidiger zunehmend das Match und gewann mit 3:1. Danach verlor der Sportwart nach umkämpften ersten Satz einigermaßen klar gegen Lorant, handelte sich zu allem Überfluss noch eine leichte Zerrung ein und musste das “kleine” Finale gegen Mücke leider kampflos abgeben – schade..
Im Finale zwischen Niklas und Lorant sah es dann lange nach einem Erfolg des gewohnt motiviert zu Werke gehenden Lorant aus. Mit großem Kampf nach teilweise irre langen Rallyes führte er scheinbar sicher mit 2:0, aber Niklas hatte zunehmend mehr zuzusetzen. Lorant hechelte immer mehr hinterher und somit wendete sich das Blatt und der topgesetzte Titelverteidiger konnte sich mit dem hart erkämpften 3:2 Sieg erneut die “Vereinskrone” aufsetzen.
Vereinsmeister 2015 somit erneut Niklas Reich – herzlichen Glückwunsch!
Das war dann das sportliche Finale eines Turniers, das wie gewohnt in einem sehr fairem Rahmen stattfand. Anschließend gab es noch ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Buffett nach Art des Hauses, eine Siegerehrung mit wertigen Präsenten aus dem Hause OLIVER und wer wollte, durfte sich noch auf der anstehenden Latino-Party den Kopf voll Rum schütten – alles gut also und im nächsten Jahr wird auf dem “angestammten” Termin vor dem 4.Advent mal wieder ein neuer Teilnehmerrekord anvisiert!

Hier sind noch einmal alle preiswürdigen Platzierungen:

Sieger Trost: York Hafenrichter
Sieger Supertrost Matthis Fuhrmann
Sieger Super-Supertrost Rainer Fuhlhage
3.Platz Hauptfeld Michael Mühlbacher
2.Platz Hauptfeld Lorant Muth
VEREINSMEISTER: Niklas Reich