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Abreibung in Paderborn aber wichtiger Sieg gegen Berlin!

Für das Gipfeltreffen im deutschen Squash-Mekka, dem Ahorn-Sportpark in Paderborn, hatte sich unser Bundesligateam eine Menge vorgenommen – allein es blieb beim Vorsatz: Der deutsche Serienmeister Paderborner SC machte am Samstag deutlich, wer das Mass aller Dinge in der BL Nord ist und zeigte dem „Emporkömmling“ aus Krefeld mal eben seine Grenzen auf. Mit der Höchststrafe von 0:4 Spielen und 0:12 Sätzen kehrte unser Team aus Ostwestfalen zurück! Ein Ergebnis, das für den Sonntag und das wichtige Heimspiel gegen Verfolger Airport Squash Berlin nichts Gutes verheissen liess, doch vor der dicht gefüllten Nordtribüne zeigten die Jungs eine sehr konzentrierte Vorstellung und distanzierten die Berliner mit 3:1. Und dann machte allmählich die wahre Sensation des Tages die Runde: Paderborn war ob des klaren Erfolges gegen uns offensichtlich etwas übermütig geworden und fuhr mit einer B-Mannschaft zum Tabellenletzten nach Hamburg, um dort mit 0:4(!) unterzugehen. Somit hat sich die Tabellenkonstellation für unsere 1.Mannschaft trotz der ersten Saisonniederlage durchaus nicht verschlechtert: Man hat weiterhin einen Punkt Rückstand auf Platz 1, hat Berlin vermutlich endgültig distanziert und hat am nächsten Spieltag die reelle Chance mit etwas Zählbarem gegen den einzig verbleibenden Rivalen um Platz 2, den 1.Bremer SC, einer möglichen BL-Endrundenteilnahme näher zu kommen. Es ist also tatsächlich noch Vieles möglich!

Jetzt aber zu der chronologischen Abarbeitung des sportlichen Geschehens vom Wochenende:

Paderborner SC : SC Turnhalle Niederrhein 4:0

Position 4: Abdel Rahman Ghait : Lennart Osthoff 0:3

Abdel konnte an diesem Tag nicht sein bestes Squash abrufen. Offensichtlich schien ihm seine  Knöchelblessur aus dem Dezember noch zusätzlich zu hemmen, so dass er gegen den erfahrenen Lennart letztlich chancenlos blieb. Eigentlich hatte man insgesamt gehofft, dass er den „Dosenöffner“ für einen Überraschungscoup beim Spitzenreiter hätte spielen können, aber davon war er weit entfernt – aber einem jungen Spieler darf man auch einmal einen schwächeren Tag zugestehen

Position 3: Amir Sadik : Lucas Wirths 0:3

Auch Amir hatte man im Vorfeld durchaus eine kleine Chance gegen Lucas eingeräumt, aber auch unser zweiter Deutsch-Ägypter konnte seinen Gegner ebenfalls in keiner Phase gefährden und unterlag glatt. Somit war bereits frühzeitig klar, dass der Nachmittag wenig erfolgreich verlaufen würde…

Position 1: Balazs Farkas : Rafael Kandra 0:3

aber es gab dann immerhin noch richtig sehenswertes Squash zu sehen, denn was unser Balazs gegen Rafael Kandra, den amtierenden EuropameisterundPaderborns Sportler des Jahres 2019 bot, war schlichtweg großartig. Die beiden Linkshänder zeigten alles was Squash ausmacht, es gab 3 enge Sätze in denen sich der Favorit zwar schwer tat aber dann am Ende doch demonstrierte, warum er 65 Plätze höher im PSA-Ranking steht – aber dennoch: Große Klasse von beiden!

Position 2: Piedro Schweertman : Dimitri Steinmann 0:3

So lagen die Hoffnungen unseres Teams, nicht gänzlich ohne Zählbares nach Hause zu fahren auf dem Abschlußeinzel, dass Piedro gegen die aktuelle Nr. 63 der Welt zu bestehen hatte. Dass es nicht wenigstens zu Satzgewinnen reichte, hatte Piedro einem gewissen „Satzballtrauma“ zu verdanken, denn in den ersten beiden Sätzen vergab er insgesamt 5 Satzbälle gegen den wieselflinken Schweizer, der erst im dritten Satz etwas dominanter auftrat. Insgesamt aber eine sehr ordentliche Leistung unserer Nr.2 gegen einen an diesem Tag etwas stärkeren Gegner

SC Turnhalle Niederrhein : Airport Squash Berlin 3:1

Position 4: Maximilian Baum : Jill Witt 3:0

Youngster-Wechsel am Sonntag! Gegen den Routinier Jill Witt durfte sich diesmal Max an Position 4 versuchen und dieser bot den zahlreichen Fans auf der Nordtribüne ein munteres aber auch souveränes Spiel, das er trotz eines „Hängers“ im dritten Satz zur Freude der Zuschauer noch im Schlussspurt sicher nach Hause brachte – eine tolle Leistung von ihm und der Teamchef dürfte bzgl. der Aufstellung für den nächsten Doppelspieltag jetzt wohl etwas in’s Grübeln kommen?!

Position 3: Amir Sadik : Julian Wollny  3:0

Amir zeigte vom ersten Ballwechsel an, dass er die matte Vorstellung des Vortages vergessen machen wollte und dies gegen einen Gegner, gegen den er im Hinspiel erst nach 0:2 Rückstand äußerst knapp gewinnen konnte. Diesmal kam Julian aber nie für einen Satzgewinn in Frage. Amir blieb bis zum Schluss konzentriert und stellte somit die Weichen auf 3-Punkte-Sieg an diesem Sonntagnachmittag

Position 1: Balazs Farkas : Mazen Gamal 3:1

Und dann kam Balazs: Was unsere derzeitige Nr.1 gegen Berlins Ägypter, der immerhin 40 Plätze vor ihm im PSA-Ranking steht, anbieten konnte, riss die Zuschauer buchstäblich von den Sitzen. Megaspannend verlief der erste Satz (16:14), sensationell stark spielte Balazs im zweiten Satz auf (11:5). Danach versuchte Mazen mit hohen Bällen das Tempo aus dem für ihn etwas zu schnellen Wechseln zu nehmen, was Balazs etwas Probleme bereitet (8:11), aber dieses Niveau konnte der Ägypter im vierten Satz nicht halten, da zog Balazs das Tempo wieder an und siegte noch einmal mit 11:5 – Standing Ovations waren der Lohn !!!

Position 2: Piedro Schweertman : Emyr Evans 1:3

Nach dieser Squash-Demonstration, die zudem den „Dreier“ für unsere Mannschaft fixen konnte, war aus dem Schlußeinzel naturgemäß die Luft ein wenig raus. Allerdings gab es auch in diesem Match diverse Top-Rallyes zu bestaunen, doch am Ende musste Piedro seinem Gegner, nach gewonnenem ersten Satz zu einem verdienten Sieg gratulieren – das änderte jedoch nichts an einem rundum gelungenen Nachmittag!

Punkteausbeute
50
Okay